PET ERGÄNZT MRT BEI ERMITTLUNG DES PROSTATA-TUMORVOLUMENS

Maria Marinescu von der Freiburger Universitätsklinik stellt in ihrer heutigen Präsentation neue Daten einer Kohortenstudie vor, die den Nutzen eines 18F-PSMA-PET/CT bei der Planung einer Strahlentherapie bei primärem Prostatakarzinom (PCa) hervorheben. Ihre Erkenntnisse sprechen dafür, dass es mit herangezogen werden sollte, um das Tumorvolumen innerhalb der Prostata (GTV) zu bestimmen, um eine fokale Eskalation der Bestrahlungsdosis zu ermöglichen.

Wie Marinescu und Kollegen bei 79 PCa-Patienten zeigen konnten, liefert es wichtige Zusatzinformation zur routinemäßigen GTV-Bestimmung mittels multiparametrischer MRT (mpMRT). Das GTV wurde bei allen Patienten manuell auf Basis beider Verfahren ermittelt. Bei 68 Patienten wurden die GTVs mit der Lokalisation in Biopsie-Proben und bei 10 mit histopathologischen Befunden als Referenz abgeglichen. Insgesamt wurden mittels PET signifikant mehr Läsionen entdeckt und auch das medianes Tumorvolumen war signifikant größer als im MRT. Mit dem 18F-PSMA-PET/CT konnte im Vergleich zur histopathologischen Referenz eine größere Sensitivität bei geringerer Spezifität (85% bzw. 87%) gegenüber dem mpMRT (69% bzw. 100%) erzielt werden. Zudem wurden beidseitige Befunde mit dem PET besser entdeckt – die Übereinstimmung zwischen PET und Biopsie war signifikant höher.

Diese Ergebnisse haben einen signifikanten Impakt auf die Entwicklung neueren Behandlungsstrategien bei PCa.