Geschlechterparität in der Strahlentherapie in Deutschland: Eine Analyse der beruflichen Rollen und der akademischen Ausbildung aus dem Jahr 2024
Die Gleichstellung der Geschlechter ist auch in der Medizin noch nicht erreicht – das zeigt eine aktuelle Analyse zur Radioonkologie in Deutschland deutlich. Zwar hat sich der Anteil von Frauen in diesem Fachgebiet seit 2006 erheblich erhöht, doch insbesondere in Führungspositionen bleibt die Ungleichheit bestehen.
Während immer mehr Frauen als Ärztinnen in der Radioonkologie tätig sind, sind sie in höheren Positionen weiterhin unterrepräsentiert. Im Jahr 2024 sind weniger als ein Fünftel der Professuren mit Frauen besetzt. Auch bei Leitungsfunktionen zeigt sich ein ähnliches Bild: Trotz Verbesserungen dominieren Männer nach wie vor die Spitzenpositionen.
Die Entwicklung ist zwar positiv – vor knapp 20 Jahren waren Frauen in der akademischen Spitze noch deutlich seltener vertreten – doch der Fortschritt verläuft langsam. Strukturelle Hürden, fehlende Vorbilder und eingeschränkte Vereinbarkeit von Familie und Karriere gelten weiterhin als zentrale Herausforderungen.
Um echte Chancengleichheit zu erreichen, braucht es gezielte Maßnahmen: Mentoring-Programme, transparente Karrierewege und familienfreundliche Arbeitsbedingungen könnten entscheidend dazu beitragen, mehr Frauen den Aufstieg in Führungspositionen zu ermöglichen.
Fazit:
Die Radioonkologie ist auf dem richtigen Weg – aber noch lange nicht am Ziel. Eine nachhaltige Förderung von Gleichstellung bleibt entscheidend für die Zukunft des Fachgebiets.
Hier finden Sie den vollständigen Artikel der AG FiRO veröffentlicht bei Strahlentherapie und Onkologie.






